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Zum Thema Schweinegrippe

Es wurde viel Panik verbreitet um die sogenannte Schweinegrippe. Deshalb halte ich es für wichtig, Ihnen einige Fakten an die Hand zu geben. Dazu sehen wir uns zunächst die Symptome der Grippe an und dann stelle ich Ihnen die Stellungnahme des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte zum Nachdenken zur Verfügung.

Wie äußert sich diese Art der Grippe?

Wie bei einer normalen Grippe oder Erkältung wird auch diese Erkrankung durch Viren übertragen. Grippeepidemien gab es schon seit hunderten von Jahren. Die Neue Grippe breitet sich verhältnismäßig schnell aus.

Was sind die Symptome?

Die Anzeichen ähneln einer normalen Grippe: typisch sind plötzliches Fieber und Husten. Häufig treten auch Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen auf.

Wie kann man sich schützen?

Wichtig ist Hygiene, wie häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife. Fassen Sie sich möglichst selten an Mund, Nase oder Augen. Viren künnen über die Schleimhäute übertragen werden. Halten Sie Abstand zu Personen mit Grippesymptomen und verzichten Sie aufs Händeschütteln.

Was tun bei Verdacht oder im Akutfall?

Fieber messen und zum Hausarzt gehen. In jedem Fall viel trinken und dem Körper Ruhe gönnen.

Stellungnahme des DZVhÄ Die "Schweine-Grippe" - für die meisten harmlos, für einige lukrativ Berlin, 6. August 2009. Am 24. Juli bestellte das Gesundheitsministerium in Thüringen stellvertretend für alle Bundesländer 50 Millionen Impfdosen beim britischen Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline–Kosten 700 Millionen Euro. Zusätzlich sicherten sich die Bundesländer Optionen auf weitere 160 Millionen Impfdosen bei weiteren Herstellern - Gesamtkosten laut Ministerium insgesamt zwei Milliarden Euro.[…]
Im Eilverfahren werden demnächst in der EU die neuen Impfstoffe zugelassen. "Was wir hier erleben, ist ein Großversuch an der deutschen Bevölkerung", sagte Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des ‘Arznei-Telegramms‘, dem Magazin ‘Der Spiegel‘. In einem Zulassungsbescheid der europäischen Arzneimittelbehörde heißt es, "dass es nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand keine umfassende Auskunft über die Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneimittels bei normaler Anwendung geben kann".
Curt Kösters, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) kritisiert "die Panikmache, die derzeit mit dem Thema Schweinegrippe betrieben wird. Trotz des in allen betroffenen EU-Ländern bislang fast ausnahmslos milden Verlaufes der Erkrankung". Weltweit sind nach Angaben der WHO bisher etwa 150.000 Menschen an dem neuen Influenza-Virus erkrankt. Rund 800 Menschen seien an der Erkrankung verstorben, überwiegend Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Das entspricht einer Sterblichkeit von etwa 0,5 %. (Zum Vergleich: Im Winter 2002/03 gab es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts allein in Deutschland 5 Millionen Infizierte und 16.000 bis 20.000 Todesfälle, die auf eine Influenza zurückzuführen sind. Das entspricht einer Sterblichkeit von 0,3 bis 0,4 %). Nichtsdestotrotz hielt es die WHO für erforderlich am 11. Juni dieses Jahres die Pandemie-Stufe 6 (die höchste Alarm-Stufe) auszurufen. Damit das überhaupt möglich war, passte die WHO im Mai dieses Jahres eigens die Definition einer Pandemie an. Das bisher erforderliche Kriterium Gefährlichkeit der Erkrankung wurde gestrichen. Curt Kösters fragt sich, "was für eine Pandemie-Stufe bei einer echten Seuche ausgerufen wird? Hat man keine Angst, dass es niemand mehr glaubt, wenn es wirklich einmal ernst wird?" Seit Jahren stellen unabhängige Experten die wissenschaftliche Grundlage von Grippeschutzimpfungen und antiviralen Medikamenten gegen die Grippe zunehmend in Frage. Vor allem der Influenza-Experte Tom Jefferson vom renommierten Cochrane Institut hatte mehrfach vernichtende Urteile sowohl über die Grippeimpfung als auch über Grippemedikamente gefällt: Keine der Maßnahmen sei in [ihrer] Wirkung gesichert, ein positiver Einfluss auf die Sterblichkeit der Patienten sei nicht nachzuweisen. Die Gewinne seien aber riesig, und so sei der Druck der Industrie gerade in diesem Bereich immens. Laut Jefferson werde die Gefahr der Schweinegrippe völlig überschätzt, es werde aber bewusst Panik geschürt, denn damit lasse sich viel Geld verdienen. Tatsächlich konnten Roche, GlaxoSmithKline und Baxter in den letzten Wochen große Gewinne an den Börsen verbuchen. Auch beim Grippemittel Tamiflu® verfährt die europäische Zulassungsbehörde ungewöhnlich großzügig: Sie verlängerte vor kurzem dessen Haltbarkeit von fünf auf sieben Jahre und erweiterte die Zulassung im Pandemiefall auf Säuglinge, Schwangere und Stillende, obwohl dieses Medikament kürzlich noch sowohl wegen fraglicher Effektivität als auch wegen möglicher Nebenwirkungen Schlagzeilen machte. Erst vor kurzem warnte die jetzt so generöse europäische Zulassungsbehörde noch vor den Risiken von Tamiflu®: Vor allem bei Kindern und Jugendlichen könnten Fälle von Verwirrtheit, Halluzinationen und Delirium auftreten. Bei massenhafter Anwendung an Gesunden gewinnen weitere Nebenwirkungen an Bedeutung, etwa Leber- und Nierenschäden oder die mögliche Auslösung von Tumoren oder embryonalen Missbildungen. Im Zug der Panikmache rund um die Schweinegrippe wurde eine Apotheke in England öffentlich angeprangert, weil sie einem Patienten ein homöopathisches Mittel gegen Schweinegrippe aushändigte. Der DZVhÄ, weist darauf hin:
- Standardmittel bei bestimmten Diagnosen sind in der Tat keine gute Idee in der Homöopathie.
- Eine Selbstbehandlung ist bei Grippe jedoch grundsätzlich möglich, allerdings sollte sie sich an den jeweiligen Symptomen orientieren.
- In schwereren Fällen muss ärztlicher Rat eingeholt werden.
- Eine homöopathische Behandlung durch erfahrene Ärzte ist auch bei schweren Fällen möglich.
Der Verein "Ärzte für Individuelle Impfentscheidung e.V." sammelt seit vielen Jahren Informationen zu Impfthemen, um Patienten eine begründete Entscheidung bei einzelnen Impfungen zu erleichtern. Eine ausführliche Stellungnahme des Vereins befindet sich auf der Webseite Individuelle-Impfentscheidung
Ich hoffe, mit dieser Betrachtung ein wenig Gelassenheit in die Diskussion zu bringen. Es ist schon merkwürdig; kaum sind die Impfdosen bestellt, verschwindet das Thema aus den Medien. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ihr Andreas Zenner