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In der systemischen Familientherapie beobachten wir Charakterfixierungen durch Verstrickungen mit Vorgängern im Familiensystem. Oft klagen Patienten darüber, dass sie neben sich stehen, sich nicht gemeint fühlen, sich gezwungen sehen, "wie besessen" etwas zu tun, was sie gar nicht wollen. Oder sie wollen wissen, warum sie krank geworden sind, als es ihnen gerade gut ging.
Häufig können wir bei diesen Menschen eine systemische Verstrickung finden. Wenn ein schweres Schicksal oder die große Schuld eines Vorgängers nicht vollst¨ndig gewürdigt wird, neigen die später Geborenen dazu, dieses Schicksal unbewusst nachzuleben. Sie versuchen damit die Schuld oder das Leid von ausgegrenzten oder nicht gewürdigten Vorfahren auszugleichen. Das macht es schwer, das eigene Leben als Geschenk zu nehmen und das Beste daraus zu machen. Durch behutsames Fragen lassen sich Angehörige im Familiensystem aufspüren, die vergessen, ausgeklammert, verleugnet, abgelehnt oder gar totgeschwiegen wurden. Häufig sind die Beteiligten nach der Wiedereingliederung erleichtert. Die Lösung aus der Verstrickung geschieht durch die mit Liebe und Respekt vollzogene Hinwendung zur ausgegrenzten Person. Dabei wird ihr Schicksal gewürdigt und ihr zugemutet. So lässt z. B. die liebevolle Hinwendung zu den Eltern die Liebe zwischen Kindern und Eltern wieder fließen. Die Enge der Verhaltensmuster wird aufgebrochen und neue lebensbejahende Möglichkeiten werden gefunden.
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